Die deutsche Provinz

Zunächst geht es nach Gunzenhausen zum Frühstück, die Dörfer davor haben leider keinen Bäcker zu bieten. Doch das Warten lohnt sich.

Fröhliches Gunzenhausen

Ich werde von bunten Sonnenschirmen über der Straße begrüßt, ein fröhliches Bild. Und dann finde ich ein ausgesprochen nettes Cafe, in dem ich eine fränkische Pfefferbrezel mit Butter empfohlen und dann auch serviert bekomme. Die beste Brezel bisher auf meiner Reise. Zwei gute Tassen Kaffee mit heißer Milch gibt’s dazu, das ganze für gerade mal 6€. Da will man ja nicht meckern, zumal es ein nettes Gespräch mit ein paar einheimischen Mädels gratis dazu gibt. Außerdem darf ich selbstverständlich meinen Akku laden, während ich so in der Sonne sitze.

Auf meinem weiteren Weg fällt mir auf, dass die Dorfstrukturen sich ändern, viele alte Häuser sind hier aus Sandstein gebaut, ein völlig anderes Bild.

Höfe aus Sandstein

Dann laufe ich durch ein Stück Wald und sehe drei  üben, die den Wald zu ihrem Spielplatz erkoren haben, das habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ein Stück weiter hat ein Bauer oben in seiner abschüssigen Hofeinfahrt einen riesigen Kanister (So einen im Betonstahlkorb) aufgebaut mit einer Plastikplane zum rutschen. Der eine kleine Kerl bedient den Wasserhan am Kanister, während der Bruder rutschen darf. Ein sicht- und hörbares Vergnügen. So einfach kann ein schöner Sommer sein.

Man hat ja viel Zeit wenn man so vor sich hin latscht. Also fällt auch alles Mögliche und Unmögliche auf, zum Beispiel Sraßennamen.

Eine Straße mit Migrationshintergrund. Einen Weinberg gibt es hier weit und breit keinen
Wirklich Kreativ!

Und dann bin ich doch sehr überrascht , dass man sich hier ganz besonders um seine Pilger sorgt. Zwischen Oettingen und Nürnberg ist er auch rückwärts ausgeschildert, was vorher nicht der Fall war. Besonders fällt es auf, als ich nicht so arg das Gefühl habe, dass auf diesem Weg so arg viele Pilger unterwegs sind, ich jedenfalls habe nicht einen einzigen getroffen.

Der Pilger muss ja auch wieder heim finden

Zum Abschluss des Tages kehre ich in Abenberg ein, und da die Karte allzu verlockend ist, bleibt heute meine Küche kalt und es gibt Wiener Schnitzel mit einem Salat. Ich lasse es mir schmecken und starte dann nochmal.

Abendessen im goldenen Stern

Den Schlafplatz für die Nacht finde ich zwischen Maisfeld und Waldrand.

 

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