Wichtiges unterwegs

Wasser  ist, wie immer auf einer solchen Reise, ein Thema. Auch wenn die große Hitze jetzt erstmal vorüber ist, bleibt es doch wichtig viel zu trinken. Und die Zeiten in denen es in jedem Dorf einen Brunnen gab, sind, jedenfalls in Deutschland, definitiv vorbei. Und wenn es einen Dorfbrunnen  ich gibt ist er zumeist lediglich Deko.

Kein Trinkwasser!
Spuckende Fische

Den Bächen traue ich  nicht so richtig über den Weg, dazu gibt es zu viel Landwirtschaft und unser Land ist eben auch unglaublich dicht besiedelt. Zur Not hätte ich Tabletten dabei, mit denen das Wasser vor dem Verzehr behandelt werden kann, aber das bleibt die letzte Möglichkeit.

Trinkbar? Wohl eher nicht.

Allerdings gibt es ja Alternativen. In jedem besseren Dorf gibt es eine Kirche und eigentlich hätte ich gedacht, dass es um jede Kirche auch einen Friedhof gibt, aber weit gefehlt. Und der Friedhof wäre dann auch schon das Zauberwort. Auf jedem deutschen Friedhof gibt es Wasser und zwar in trinkbare Qualität.

Immer eine gute Möglichkeit

Also bei  Bedarf ab ins nächste Dorf und gucken, ob es den Friedhof noch gibt, oder eben nicht. Wenn dem nicht der Fall sein sollte, bleibt noch eine weiter gute Alternative. Reden mit den Leuten. Mit einem großen Rucksack erregt man immer Aufsehen und Neugierde. Die Leute grüßen freundlich und sind auf Nachfrage nur allzu gern bereit die Wasserflasche aufzufüllen.

Ein freundliches Land durchwandere ich gerade.

Wanderkarten sind und bleiben wichtig. Wenn man allerdings lange Strecken laufen will, muss man entweder einen ganzen Stapel Karten mitnehmen, was das Gewicht des Rucksacks doch erheblich vermehrt, oder aber auf andere Möglichkeiten zurückgreifen.  Der Deutsche Alpenverein hat eine wunderbare App entwickelt, die ich kurz vor meiner Reise noch entdeckt habe. (Danke lieber Freund!) Alpenverein Aktiv heißt die App, die mich begleitet. Für die Alpen gibt es genaueste Karten, die es noch zu entdecken gilt, für ganz Deutschland aber auch eine Straßenkarte in der jeder Feld- und Waldweg eingezeichnet ist. Einen kleinen Fehler habe ich bisher entdeckt, einen Bahnübergang in einen Feldweg gab es nicht mehr, der aber sichtlich erst kürzlich, dank der Elektrifizierung der Strecke von Lindau nach Ulm, weggefallen ist. Alles andere war auf den Punkt genau. Apropos Punkt. Wenn man das GPS auf dem Handy aktiviert, zeigt ein blauer Punkt die aktuelle Position auf der Karte an. Wunderbar. Probiert es doch einfach mal aus, ich jedenfalls bin schwer begeistert.

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