Denken ist Glückssache

Man ist nicht immer so schlau wie man denkt. Der Plan mit dem Maisfeld war Schnakentechnisch gar nicht so übel, allerdings hatte ich das nächtliche Gewitter nicht eingeplant. Im Maisfeld wächst halt Mais und sonst nichts, also spritzt der Regen die Erde hoch, das Zelt sieht ist morgens nicht nur nass, sondern auch unsäglich dreckig. Ich packe es trotzdem ein -was bleibt auch – und ziehe los.

Morgens auf dem Weg

In Bad Waldsee will es gerade ein bisschen regnen, also mache ich in einem Gasthaus gegenüber vom Rathaus Pause, es gibt Burger – manchmal muss es einfach so sein. Hier ist die Hölle los, man bereitet sich auf das Alstadt-und Seenachstfest vor, an allen Ecken werden Stände aufgebaut. Vom eigentlichen Flair der Stadt bleibt zumindest heute nicht viel übrig.

Städter von Bad Waldsee

Der Stadtsee ist schnell umrundet und ich trödle wieder durch die Oberschwäbische Landschaft.

Hymer Museum in Bad Waldsee

Und wieder wird es heiß am Nachmittag und schwül gleich dazu. Nett sind die Kleinigkeiten, die sich so am Wegesrand finden.

Dekorieren kann man alles!

Die Pausen werden häufiger, eine davonnutze ich für den „Haushalt“. Heißt konkret, das Zelt provisorisch zum Trocknen aufbauen, ist doch gleich viel besser so.

Der Haushalt ist gemacht

Dann noch ein Stück, der Himmel hat sich wieder bedeckt, der Donner grollt. Laufen ist jetzt zwar angenehmer, aber ein Plätzchen für die Nacht sollte ich noch vor dem Regen finden. Und dann habe ich mehr Glück als Verstand. Mit den ersten einsetzenden Regentropfen sehe ich links an einem Waldweg eine alte Hütte mit einem wunderbar großen Vordach. Perfekt. Als ich näher komme sehe ich, dass ich nicht allein auf diesen Gedanken gekommen bin. Axel aus Esslingen ist mit dem Fahrrad unterwegs und hatte den gleichen Gedanken. Platz für zwei ist, also bleiben wir.

Shelter für die Nacht

Jetzt kann das Gewitter kommen und tut es auch. Ein Shelter mit Gemeinschaft im Oberschwäbischen – wär hätte das gedacht.

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