Endlich wieder unterwegs

Urlaub hab ich, nach Leipzig will ich, was also liegt näher als zu Laufen?

Der Weg ist schnell gefunden, ich werde mich grob am Jakobsweg orientieren. Also von Lindau nach Ravensburg /Weingarten, Bieberach, Ulm, Heidenheim, Nürnberg, Hof. Von dort über Zwickau nach Leipzig. Soweit der Plan, ich werde sehen.

Es geht los, an einem der heißesten Tage des Jahres um nicht zu sagen einem der heißesten Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Um 6.13 h ziehe ich die Haustür bei 24°C hinter mir zu und mache mich auf den Weg.

Morgens am Bodensee

Es ist schön so früh am Morgen, ich treffen noch eine Klassenkameradin, die ich seit damals nicht mehr gesehen habe und laufe Richtung Muggelsee und dann zur Argen. Dort eine erste Rast am Bach, Schuhe runter und rein ins Vergnügen.

Abkühlung in der Argen

Und dann trödeln ich so durch die Oberschwäbische Landschaft, mache in einer Wiese im Schatten eines Hopfenfelds mal Pause und auch gleich noch ein Nickerchen. Auf neudeutsch heißt das wohl Entschleunigung.

Gardinen aus Hopfen

Ich wünsche mir Wald aber den gibt es hier einfach nicht. Schließlich gibt es in Grünkraut eine eiskalte Cola und wieder Pause. Träge lasse ich die Zeit verstreichen und hoffe zumindest auf ein Lüftchen, aber auch das scheint heute keine Lust zu haben. Ich raffe mich nochmal auf und dann kommt der Weg durch den Wald doch noch. Es ist hier bei weitem kühler, schön zu Laufen und abwechlungsreich. Der Wald zieht bis fast nach Weingarten rein, vom Waldrand ist es kein Kilometer bis zu Basilika.

Basilika in Weigarten

Der allerdings heiß und die Stufen hinauf zur Basilika fallen mir nach fast 40 Km dann doch schwer. Sehenswert ist sie allemal, die Ruhe und vor allem die Kühle tuen gut und ich bleibe eine Weile.

Ich bin ja schließlich auf dem Jakobsweg

Dann geht es noch aus der Stadt hinaus, noch schnell einkaufen, Chips vor allem, mir fehlt nach dem vielen Schwitzen in erster Linie Salz. Ein Platz zum Schlafen ist auch schnell gefunden, ein Platz im Maisfeld wird es für heute, am Wiesenrain, der zunächst in Frage kam,war die Schnakenplage nicht auszuhalten.

Mein Heim für die Nacht

Hier ist es herrlich ruhig und ich komme langsam zur Ruhe. Ein herrlicher, wenn auch anstrengender Tag geht zu Ende.

 

 

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